THC: Alles was Sie über Delta9-Tetrahydrocannabinol wissen müssen

THC Guide

Delta-9 Tetrahydrocannabinol, besser bekannt unter THC, ist die Chemikalie im Marihuana, welche für die berüchtigten psychoaktiven Effekte der Cannabis Pflanze verantwortlich ist. Das ist wohl das, was die Meisten darüber wissen. Aber was ist THC ganz genau? Was macht es und wie funktioniert es? Welche Wirkungen und Risiken hat es? Hat THC wirklich medizinische Eigenschaften oder ist dies nur ein riesen Hype?

Egal, ob Sie ein langjähriger THC Konsument oder einfach daran interessiert sind. Wir werden Ihnen alles über das THC erzählen, was Sie über dieses faszinierende Pflanzen-Produkt wissen müssen.

Was ist Delta9-Tetrahydrocannabinol (THC)?

chemische Formel des THC

THC ist eine von vielen chemischen Verbindungen, die als Cannabinoide bekannt sind, die im getrockneten Harz der weiblichen Cannabis-Pflanze vorkommt. Das Harz wird von den Drüsen ausgeschieden, die überwiegend um die Fortpflanzungsorgane der Pflanze herum gefunden werden. Es ist nicht die einzige chemische Verbindung, die in diesem Harz gefunden wird. Es gibt etwa 85 andere Cannabinoide, darunter Cannabidiol (CBD) das vielleicht bekannteste neben THC. Die männlichen Cannabis-Pflanzen produzieren mildes THC, aber nur in sehr geringen Mengen.

THC kommt also nicht in der „rohen“ Cannabis Pflanze vor. Es ist das Resultat aus verschiedenen Reaktionen und Veränderungen, welche die Pflanze durchmacht. Die Cannabis Pflanze produziert ein Cannabinoid namens Cannabigerol-Säure. Ein Teil dieser Säure wird dann in Carbonsäure (THCA) umgewandelt, welches dann erst bei Trocknung oder unter UV Licht entsteht. Wegen dieser Decarboxylierung beginnt der grösste Teil des THC welches von der Cannabis Pflanze konsumiert (gekifft) wird, als THCA und nicht als THC.

Die Entdeckung des THC

1964 wurde THC erstmals entdeckt und, von einem in Bulgarien geborenen israelischen Bio-Chemiker namens Dr. Raphael Mechoulam, aus der Cannabis-Pflanze isoliert und synthetisiert. Das grösste Problem das Dr. Raphael Machoulam hatte war, dass er sich immer wieder fragen musst, von wo er wohl legal Cannabis für Forschungszwecke bekommt.

Die Antwort? Von der Polizei!

Obwohl kaum ein geeigneter Lieferant im heutigen rechtlichen und politischen Klima, die fünf Kilo Haschisch, die Mechoulam von der israelischen Polizei erhielt, halfen, den Weg für einige der bahnbrechenden Erkenntnisse in der Marihuana und biochemischen Forschung bis heute zu ebnen.

Mechoulam war der erste Mann, der Delta9-Tetrahydrocannabinol (THC), die primäre psychoaktive Verbindung in Cannabis, isolierte.

THC in der Forschung

Von den mehr als 85 Cannabinoiden, welche in der Cannabis-Pflanze vorkommen, sind THC und CBD (Cannabidiol) die meist erforschten. Das Einzige, welches für eine berauschende Wirkung sorgt, ist das altbekannte THC. Das ist aber nicht das Einzige, was THC bewirkt, es hat noch viel mehr Eigenschaften, auch therapeutische.

Welche Wirkungen hat Delta9-Tetrahydrocannabinol auf den menschlichen Körper?

THC wirkt, indem es sich an die Cannabinoid-Rezeptoren (CB1 und CB2) im Körper bindet und diese aktiviert. Die CB1 Rezeptoren befinden sich vor allem in denen mit dem Gedächtnis verbundenen Bereichen wie Zeitwahrnehmung, Koordination, Gedanken und Lust sowie im zentralen Nervensystem. Das THC aktiviert vor allem die CB1 Rezeptoren und beeinflusst damit die betroffenen Bereiche auf verschiedene Arten. Die Anbindung/Aktivierung der CB1 Rezeptoren ist auch der Grund für die psychoaktiven Wirkungen des THC.

Das Tetrahydrocannabinol stimuliert ebenfalls Gehirnzellen, setzt Dopamin frei und schafft einen Zustand der Euphorie. Es kann die Art, wie man neue Erinnerungen wahrnimmt beeinflussen, indem es die im Hippocampus verarbeiteten Informationen stört.

Delta9-Tetrahydrocannabinol kann auch Halluzinationen, Wahnvorstellungen und verändertes Denken verursachen. Diese Effekte dauern in der Regel etwa zwei Stunden an, beginnend ca. 10 bis 30 Minuten nach der Einnahme. Eingenommen werden kann das THC auf verschiedene Arten. Die wohl Bekannteste ist das Rauchen (Kiffen). Es kann aber auch oral, via Tropfen, eingenommen oder auch gespritzt (immer unter ärztlicher Aufsicht) werden.

Bei hohem Konsum von THC können milde Nebenwirkungen wie Angstzustände, euphorische Hochgefühle, brennende Augen, ausgetrockneter Mund, schütteln/zittern, erhöhte Herzfrequenz und/oder Kurzatmigkeit (oder zumindest die Wahrnehmung solcher) und Probleme mit dem Kurzzeitgedächtnis beinhalten. Rauchen oder Inhalieren von zu viel THC in ganz kurzer Zeit, können diese Auswirkungen intensivieren und verändern.

Welche Risiken gibt es?

Die zuvor erwähnten berauschenden Gefühle und die Euphorie (auch „high“ genannt), die man durch der Einnahme von THC haltigem Cannabis bekommt, haben es zum beliebtesten Stoff der Welt gemacht. Nur weil THC rein natürlich ist, bedeutet dies aber nicht, dass der Konsum mit keinen Risiken verbunden ist.

THC kann…

  • einen Rückfall der schizophrenen Symptome auslösen.
  • Die motorischen Fähigkeiten beeinträchtigen sowie das Lenken oder das Betreiben von Fahrzeugen und Maschinen besonders gefährlich machen.
  • Es kann verantwortlich für die Reduktion des IQ, Gedächtnisverlust und Kognition bei jungen Menschen, bei denen das Gehirn noch nicht ausgewachsen ist, sein.

Das Nationale Institut über Drogenmissbrauch von Amerika berichtete, dass Ratten, die THC vor oder bald nach der Geburt oder während des Wachstums erhielten, Probleme mit dem Gedächtnis und dem Lernen bekamen. Die Autoren der Studie machten auch darauf aufmerksam, dass die Auswirkungen einer langfristigen Einnahme von THC weiter erforscht werden müsse. Sie betonten, dass dies nicht nur während der Lebenszeit des betroffenen Lebewesens geschehen darf, sondern auch Forschungen an dessen zukünftigen Generationen erforderlich sein werde, um besser verstehen zu können, wie sich dies auf Menschen auswirken könnte.

Das Endocannabinoid-System und THC

Das Endocannabinoid-System

Obwohl THC erstmals 1964 isoliert wurde, dauerte es bis ins Jahr 1988, bis Dr. Allyn Howlett von der Wake Forest University die Bindungsstellen für THC im menschlichen Gehirn aufdeckte. Was sie entdeckte, war einfach revolutionär: THC hängte sich selbst an spezielle Zellstandorte im Hippocampus (verantwortlich für das Gedächtnis) an, die Cortex (wo wir denken), und das Kleinhirn (verantwortlich für die Bewegungen).

Diese Zellen werden Cannabinoid Rezeptoren genannt, und jede fungiert als Teil des Endocannabinoid-System (ECS). Das ECS ist ein teil des Nervensystems und regelt eine Vielzahl von Körperfunktionen. Es hilft, die Homöostase zu pflegen

Dieses Rezeptor-Netzwerk sendet und empfängt Signale, die grössere, kompliziertere chemische Reaktionen ermöglichen. Bestimmte Cannabinoid Rezeptoren kommen am häufigsten im zentralen Nervensystem vor. Allerdings können diese Zellen über den ganzen Körper verteilt gefunden werden. Viele davon befinden sich in unserem Verdauungstrakt, unsere Haut und sogar in unseren Fortpflanzungsorganen.

So gut wie Schlüssel in ihr Schloss passen, bindet THC an den Cannabinoid Rezeptor und entfacht eine Reihe von chemischen Reaktionen. Diese verursachen Veränderungen im Gehirn und Körper.

Anandamid: Unser natürliches THC

Einige werden sich nun Fragen, ja wenn der Körper und dessen System das THC so gut aufnimmt, dann muss der Mensch zum Cannabiskonsum geboren sein, richtig?

Die kurze Antwort lautet: Leider nein. THC aktiviert nur ein System, das bereits im Körper vorhanden ist.

Nachdem Wissenschaftler einmal herausfinden konnten, wie THC vom Körper über das Endocannabinoidsystem verwendet wird, dauerte es nochmals 5 Jahre bis sie die vom Körper natürlich produzierte und THC ähnliche Substanz isolieren konnten. Diese Substanz, welche als menschliche Version des THC beschrieben werden kann, heisst Anandamid. Wissenschaftler kämpfen immer noch damit, genau herauszufinden, welche komplizierte Rolle Anandamid im menschlichen Körper spielt, aber eine kritische Funktion setzt diese Verbindung von allen anderen ab.

Anandamid ist eine Chemikalie, die uns hilft, zu vergessen. In einem PBS-Dokumentarfilm auf der Grundlage des Buches The Botany of Desire erklärt Autor Michael Pollan:

Es schien mir nicht angemessen zu sein, eine Droge zum Vergessen zu haben. Unser Gedächtnis, wie wir wissen, hat einen grossen Überlebensnutzen […] Aber warum würde das Vergessen  anpassungsfähig sein? Ich stellte Mechoulam diese Frage, und er sagte: „Nun, sag mir, willst du dich wirklich an alle Gesichter erinnern, die du in der U-Bahn am Morgen gesehen hast?“

Anandamid hilft uns, all das Durcheinander loszuwerden, So dass man sich nur an die wichtigen Dinge erinnern kann.

Die wesentlichen Funktionen von Anandamid zu verstehen ist immens hilfreich, um ein Verständnis schaffen zu können, wie THC unseren Körper beeinflusst. Dies wiederum gibt etwas mehr Klarheit über die Rolle von THC bei der Behandlung bestimmter psychischer Störungen, wie posttraumatische Belastungsstörungen, wo die Patienten damit kämpfen, negative Erinnerungen um ein traumatisches Ereignis zu überwinden.

Es gibt ein paar Unterschiede zwischen THC und Anandamid. So wirkt z.B. THC um einiges länger als unsere eigenen, natürlichen Endocannabinoide. So beginnt Anandamid nach ein paar wenigen Minuten nach der Anbindung an eine Zelle wieder zu brechen. Das bedeutet, dass die Effekte nur von sehr kurzer Dauer sind. Es scheint lange genug zu leben, um eine Zelle mit „du bist es!“ zu markieren und dann schnell wieder verschwindet. Im Gegensatz zum THC, welches, wie weiter oben beschrieben, über mehrere Tage im System bleiben kann. Das ist ein sehr grosser Unterschied.

Der medizinische Nutzen von Delta9-Tetrahydrocannabinol

Während Cannabis immer mehr an Akzeptanz gewinnt, kommen immer mehr Studien heraus, die den medizinischen Wert von THC ans Licht bringen. Am Bemerkenswertesten sind die Forschungsergebnisse über THC welche es als eine mögliche Behandlung für Krebs sehen. Forscher an der Complutense Universität in Madrid haben herausgefunden, dass THC bewirkt, dass sich Tumorzellen in Tiermodellen automatisch selbst verarbeiten, was heisst, dass THC eine entscheidende Rolle bei der drastischen Reduzierung der Tumorgrösse und Prävalenz spielen kann.

Die Fähigkeit von THC, Tumore in Tiermodellen zu bekämpfen, ist unglaublich. Aber das ist noch nicht alles was THC „auf Lager“ hat. Delta9-Tetrahydrocannabinol hat auch stark entzündungshemmende Eigenschaften. Entzündungen sine bei vielen neuzeitlichen Krankheiten der entscheidende Faktor für deren Ausbruch. AutoimmunerkrankungenNeurodegenerative Erkrankungen und Depressionen sind die drei Krankheiten welche am Häufigsten durch Entzündungen ausgelöst werden. Der Grund warum THC bei vielen Leiden helfen kann sind die natürlichen Fähigkeiten gegen Entzündungen anzukommen.

Hier ist eine kurze Liste von Krankheiten, bei denen eine THC Behandlung sehr erfolgreich sein kann:

  • ADHD
  • Alzheimer
  • Arthritis
  • Autismus
  • Krebs (Hirn, Brust, Pädiatrische Krebsarten, Haut und weitere)
  • Morbus Crohn
  • Chronische und neuropathische Schmerzen
  • Fibromyalgie
  • Glaukom
  • Hepatitis
  • Schlaflosigkeit
  • Lupus
  • Migräne
  • Multiple Sklerose und andere Muskelerkrankungen
  • Schlaganfall
  • Parkinson
  • Posttraumatische Belastungsstörung
  • Schlafstörungen
  • Tourette-Syndrom

Ein weiteres Beispiel, wo die therapeutischen Eigenschaften von THC offensichtlich sind, ist die Behandlung von Morbus Crohn. Eine aktuelle Studie welche von Meir Medical Center und Sackler Medizinische Fakultät veröffentlicht wurde, stellte fest, dass THC tatsächlich zu einer Besserung von Morbus Crohn führen kann.

Die Studie deutet darauf hin, dass es die Wechselwirkung zwischen Delta9-Tetrahydrocannabinol und dem CB2-Rezeptor im menschlichen Körper ist, welche die durch Morbus Crohn verursachte Entzündung minimiert.

In Bezug auf den CB1-Rezeptor zeigte eine Studie der Universität Haifa in Israel, dass THC dazu beitragen kann, die negativen Auswirkungen von Stress zu minimieren.

Darüber hinaus hat sich gezeigt, dass THC einen positiven Einfluss auf die Gehirnzellen hat. Während die meisten anderen Freizeitdrogen „neurotoxisch“ sind, das heisst, sie verändern die normale Aktivität des Nervensystems so, dass sie das Nervengewebe schädigen, gilt THC als „Nervenschutzmittel“. Mit anderen Worten, es kann Gehirnzellen vor Beschädigungen durch oxidativen Stress und Entzündungen schützen.

Wissenschaftler der Universität von Saskatchewan (Kanada) konnten sogar beweisen, dass THC das Wachstum neuer Gehirnzellen über einen Prozess namens „Neurogenese“ fördern kann.

Delta9-Tetrahydrocannabinol als Arzneimittel

Trotz des jahrzehntelangen, weltweiten Verbots des THC, fand es immer wieder Anwendung in der Medizin. Meistens wurde eine synthetische Version dieses Stoffes und nicht der Natürliche, dazu verwendet.

Das allererste Arzneimittel, welches synthetisches THC enthielt hiess Dronabinol. Es war eine Pille und wurde als Marinol verkauft. Entwickelt wurde es von Unimed Pharmaceuticals und zum Teil vom National Cancer Institute (USA) mitfinanziert. Mitte der 1980er Jahre wurde es vom FDA offiziell zur Behandlung von Übelkeit und Erbrechen, die durch Chemotherapien verursacht wurden, zugelassen.

Es blieb nicht lange das Einzige. Andere THC haltige Medikamente wurden entwickelt. Eines davon war Sativex, das ein Cannabisextrakt ist und als Mundspray Anwendung findet.

Kurzfristige Effekte

THC Effekte

Wie bereits erwähnt, werden Sie sich beim Konsum von THC etwas anders fühlen als üblich. Es gibt eine handvoll Nebenwirkungen die auftreten könnten. Es ist auch wichtig zu wissen, dass nicht jede Person die gleichen Effekte spüren wird. Meistens spürt man auch nicht alle auf einmal. Die Effekte können je nach Sorte variieren.

Effekte und Nebenwirkungen können bis zu 3 Stunden nach Inhalation des THC andauern und folgendes beinhalten:

  • Entspannung
  • Euphorie
  • Energieschub
  • Lachanfall
  • Schmerzlinderung
  • Hunger
  • Starke Empfindungen
  • Schläfrigkeit
  • Schwindel
  • Rote, trockene Augen
  • Trockener Mund
  • Erhöhter Herzrhythmus
  • Beeinträchtigtes Zeitgefühl
  • Schlechtes Kurzzeitgedächtnis
  • Sinkende Körpertemperatur
  • Angst
  • Paranoia
  • Zittern

Nach dem Abbau des THC werden diese Effekte wieder verschwinden und nicht andauern. Wenn Sie THC haltiges Cannabis via Nahrung oder Nahrungszusatz zu sich nehmen, kann es sein, dass es von 30 Minuten bis 2 Stunden gehen, bis oben beschriebene Effekte spüren.

Die Effekte und Nebenwirkungen können von Sorte zu Sorte unterschiedlich sein. Das hängt vor allem vom Gehalt des THC und dem prozentualen Verhältnis zu anderen Cannabinoiden in der verwendeten Cannabis-Sorte ab.

Die Chemie Ihres eigenen Körpers (wie die Fähigkeit selbst Anandamid zu produzieren) hat ebenfalls einen Einfluss darauf, wie Sie THC verarbeiten und erleben. Einigen kann es helfen ihre Angstzustände zu reduzieren und eine Art innerer Frieden erleben und Andere werden genau das Gegenteil erleben.

Langfristige Effekte

Buch Lesen

Wissenschaftler debattieren noch immer über die Langzeiteffekte des THC. Es bleibt auch bei einem starken debattieren, da noch keine belegten Schlussfolgerungen zu diesem Thema gemacht werden konnten.Unten aufgeführt ist eine kurze Zusammenfassung von Top-Anwärtern.Es ist wichtig anzufügen, dass diese Liste nur eine kleine Zusammenfassung eines komplexen Themas ist. Weitere Langzeit-Effekte und Nebeneffekte werden vielleicht in naher Zukunft belegt und bestätigt.Es kann auch sein, dass ein paar von der unten stehenden Liste wieder verschwinden werden. Also hier ist sie:

  • Gedächtnis Veränderungen: Eine Studie hat aufgezeigt, dass exzessives Konsumieren von Cannabis über Jahre  das verbale Gedächtnis negative beeinflusst hat. Gras Liebhaber verloren im Durchschnitt 1 Wort pro 5 Jahre in denen sie Cannabis konsumierten.
  • Bronchitis-ähnliche Symptome: Dies hat nicht direkt mit dem THC zu tun, aber mit dem Rauchen. Wenn man über Jahre immer raucht, kann dies zu Lungenreizungen führen. Diese können wieder verschwinden, wenn man mit dem Rauchen aufhört. Verdampfer und THC haltige Nahrungsmittel sind eine lungenschonende Variante THC zu konsumieren.
  • Toleranz: Wenn man über mehrere Jahre regelmässig viel THC konsumiert, kann es dazu kommen, dass der Körper eine Verträglichkeit zu THC aufbaut was es dann weniger effektiv macht. Sie müssen dann immer mehr und mehr konsumieren und den gleichen Effekt wie am Anfang zu erleben. Sollte dies bei Ihnen eintreffen, dann nehmen Sie sie eine so genannte Toleranz-Auszeit.
  • Gleichgültigkeit: Dies steht im Zusammenhang mit der Toleranz / Verträglichkeit. Wenn Sie über Jahre regelmässig viel THC konsumieren kann es vorkommen, das Ihr Körper gar nicht mehr auf’s Gras reagiert. Das kann dazu führen, dass Sie sich etwas emotionslos. gleichgültig fühlen. Auch hier kann die Toleranz-Auszeit helfen.
  • Probleme für Personen mit psychotischen Störungen: Wenn Sie anfällig auf psychotische Störungen sind, dann sollten Sie es unbedingt nochmals gut überlegen, ob Sie wirklich THC konsumieren möchten.Forschungen haben ergeben, dass Personen, welche eine genetische Anfälligkeit für Schizophrenie und Psychose aufweisen, kann der THC Konsum dazu führen, dass die Symptome sich schneller / früher entwickeln.

Es gibt auch ein paar allgemeine Folgeschäden, welche dem THC-Konsum nachgesagt wurden und die nun mit den jüngsten Forschungen widerlegt werden. Wie schon erwähnt, ist dies ein heiss diskutiertes Thema und die Meinungen gehen immer noch weit auseinander. Selbst die Forschung wird seit Jahrzehnten zu diesen Themen hin und her gerissen. Im Gegensatz zum Volksglauben, der Cannabis Konsum:

Kann man an einer Überdosis THC sterben?

Ja, theoretisch ist es möglich an einer Überdosis THC zu sterben. Praktisch aber sehr unrealistisch. Bis anhin gab es noch keinen einzigen, aufgezeichneten Todesfall, der auf eine Überdosis an Marihuana zurückzuführen war. Im Gegenteil. Laut dem National Cancer Institute, ist eine tödliche Überdosierung unmöglich.

David Schmader, Autor des Buches „Weed: The User’s Guide“ legte in seinem Buch dar, wie viel Cannabis man konsumieren müsste, dass man an einer Überdosis sterben könnte. Eine Person müsste 1500 Pfund, was 680 Kg entspricht, Marihuana innerhalb 15 Minuten konsumieren, was praktisch unmöglich ist. Zur besseren Verdeutlichung, erstelle Schmader eine passende Grafik dazu:

Berichte der Amerikanischen Drogen Behörde (DEA) untermauern sogar Schmader’s Aussage, dass man sich nicht zu Tode kiffen kann.

Macht THC immer psychoaktiv?

Nein, nicht in jedem Fall. Wieso das? Dies liegt daran, dass THC eigentlich als Tetrahydrocannabinolsäure (THCA) in der Cannabis-Pflanze vorkommt. THCA ist der saure Vorläufer vom THC.

THCA selbst hat keine psychoactive Wirkung und wenn man das Cannabis roh einnehmen würde, würde dies keine euphorischen Empfindungen hervorbringen. Deswegen ist rohes Cannabis bei medizinischen Marihuana-Nutzern besonders beliebt, da das THCA ebenfalls einige der therapeutischen Vorteile des THC besitzt, aber ohne die negativen Auswirkungen.

THCA wird in THC umgewandelt, wenn es erhitzt wird und dadurch einer als Decarboxylierung bekannten Reaktion ausgesetzt wird. Diese Umwandlung kann natürlich auch erfolgen, wenn die Pflanzen über längere Zeit gelagert werden.

Wie viel THC ist in Cannabis?

Die Antwort darauf ist, es kommt auf die Sorte (Zucht) an.

Der THC Gehalt kann von Pflanze zu Pflanze und Sorte zu Sorte sehr unterschiedlich sein. Hanf zum Beispiel, enthält nur eine minimale Menge an THC, meistens unter 0.5 Prozent. Dieser wird dann auch als Industrie-Hanf bezeichnet. Die Pflanzen, welche mehr als die 0.5 Prozent an THC enthalten, sind unter dem Namen Marihuana bekannt.

Es gibt auch Züchtungen, die weniger als 0.3 Prozent THC enthalten und dann gibt es wieder solche, dessen THC-Gehalt bis auf 20 Prozent steigen kann.

Im Durchschnitt enthalten Pflanzen, welche dann als Marihuana bezeichnet werden, 1 bis 5 Prozent THC. Haschisch, was eine stärkere Form von Cannabis ist, enthält in der Regel 5 bis 15 Prozent, und Haschischöl kann sogar bis etwa 20 Prozent THC enthalten.

Je niedriger der THC-Gehalt ist, desto mehr muss man davon Konsumieren, um die berauschenden, psychoaktiven Effekte zu spüren.

Wieso erhitzt man THC?

THC erhitzen

Okay, bis jetzt haben wir gelernt, dass THC das einzige psychoaktive Cannabinoid im Cannabis ist und wir haben gelernt, dass sich das THC and CB Rezeptoren bindet und damit verschiedene Reaktionen im Körper auslöst. Was gibt es noch über diese Wunderverbindung zu herauszufinden?

Ein Wort: Decarboxylierung.

Decarboxylierung geschieht, sobald Sie das Cannabis erhitzen. wenn Sie rohes Cannabis essen, können Sie nicht erwarten, dass Sie die oben erwähnten Effekte erleben werden, Wie ebenfalls bereits weiter oben erwähnt, enthält Cannabis im rohen Zustand kein psychoaktives THC. Cannabis enthält eine Säure (THCA) welche erst durch die Erhitzung zum THC umgewandelt wird und welche keine psychoaktiven Wirkungen aufweist, da THCA nicht fähig ist, sich an die CB1 Rezeptoren andocken zu können. Dazu hat THCA die falsche Form.

Das alles mag etwas kompliziert tönen, ist es aber nicht. Alles was Sie machen müssen, ist dem Cannabis etwas Hitze hinzuzufügen. Sie können das rohe Cannabis auch backen.

Wie lange bleibt das THC im Körper?

das hängt davon ab, wie oft und wie viel Sie THC haltiges Cannabis konsumieren und wie das Stoffwechselsystem Ihres Körpers arbeitet. Je mehr Sie konsumieren, desto länger wird THC in Ihrem Körper bleiben.

Im Allgemeinen gilt, dass für gelegentliche Konsumenten das THC nach ca. 3 bis 14 Tagen aus dem Körper verschwunden und mit einem Urintest nicht mehr nachweisbar ist. Für alle, die oft THC konsumieren, kommt es nicht selten vor, dass es 30 bis 60 Tage gehen kann, bis der THC haltige Cannabiskonsum via Urintest nicht mehr nachgewiesen werden kann.

Unglücklicherweise speichert der Körper das THC in den Fettgeweben. Somit ist es nicht mehr einfach, das konsumierte THC komplett aus dem Körper zu bringen.

Ist THC haltiges Cannabis in der Schweiz legal?

Das kommt ganz drauf an in welchem Land. In der Schweiz ist das Konsumieren von Cannabis und Cannabis haltigen Produkten legal, wenn der THC-Gehalt unter 1% liegt. In vielen europäischen Ländern liegt die THC Grenze zur Zeit bei 0.2 – 0.3 Prozent. In den USA ist es von Staat zu Saat unterschiedlich.

Was ist der Unterschied zwischen THC und CBD?

THC und CBD haben mehrere Gemeinsamkeiten. Eine davon ist, dass sie beide Cannabinoide sind. Sie beide teilen sich die gleiche chemische Formel. Sie sind die dominierenden chemischen Verbindungen die in Cannabis vorkommen.

Aber sie haben auch ihre Unterschiede. Während sie die gleiche chemische Formel teilen können, sind ihre Atome unterschiedlich angeordnet, was ihre jeweiligen Auswirkungen auf den menschlichen Körper und das Gehirn verändert. Diese Varianz ist der Grund, warum THC eine psychotrope Wirkung hat und CBD nicht.

CBD kann bis zu 40 Prozent des Cannabisextraktes ausmachen. Das reiche Vorkommen in Cannabis, gekoppelt mit den positiven Wirkungen ohne die psychoaktiven Effekte, bedeutet, dass CBD in der medizinischen Anwendung immer mehr Verwendung findet.

Haben Sie bereits Ihre Erfahrungen mit THC gemacht? Konnte THC Ihnen bereits helfen? Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit uns. Entweder via Sozialen Medien oder via Kommentar auf dieser Seite. Wir freuen uns von Ihnen zu hören.

Quellen

 

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